Muss ich Ferienbussen wirklich zahlen?

In den Ferien ist es manchmal schnell passiert: Parkverbots- oder Umweltzonen-Schild in fremder Sprache nicht gesehen oder etwas zu schnell unterwegs. Doch was ist zu tun, wenn plötzlich ein Brief von einer ausländischen Polizeistelle ins Haus flattert?

Koffer steht vor einem Auto mit offener Motorhaube
Aus den letzten Ferien nicht nur schöne Erinnerungsfotos, sondern auch ein Blitzerfoto nach Hause gekriegt? Foto: iStock

Statt Fotos von malerischen Landschaften oder feinem Essen erhältst du plötzlich ein teures Erinnerungsfoto aus den letzten Ferien: geblitzt worden im Ausland – Mist! Gleich zahlen, um den Ärger zu vergessen, oder doch erst prüfen? Oder noch besser: einfach ignorieren, war ja eh im Ausland? Keine gute Idee. Denn ob 15 km/h zu schnell im Ausland oder irgendwo falsch parkiert: In den meisten Fällen musst du zahlen. Wer im Auslandgeblitzt wird, kann auch in der Schweiz zur Kasse gebeten werden. Grundlage sind bilaterale Abkommen, und ja, diese gelten leider auch für Bussen.

Nur: Nicht jede Busse ist ­automatisch gültig. Wichtig ist dabei: Du musst genau wissen, was dir vorgeworfen wird: Wo, wann und wie schnell. Ist die Busse unverständlich oder fehlen wichtige Angaben, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. In gewissen Fällen ist ein Einspruch möglich. Besonders, wenn du nicht selbst gefahren bist oder die Sachlage unklar ist.

Achtung auch bei dubiosen Zahlungsaufforderungen. Schreibt dir ein Inkassobüro, ohne eine offizielle Behörde zu nennen, solltest du auf keinen Fall zahlen! Solche Schreiben sehen offiziell aus, haben aber keine rechtliche Grundlage. Hier lieber erst bei den offiziellen Stellen nachfragen. Denn nicht jede Busse ist rechtens, aber viele sind es. Wer unsicher ist oder sich wehren will, besser kurz Expertinnen und Experten fragen.

*Der Inhalt wurde von der Redaktion Autosprint in Zusammenarbeit Emilia erstellt. Mit der digitalen Rechtsschutz­versicherung Emilia erhältst du einfach und unkompliziert Zugang zu Rechtshilfe. ­Auto­sprint-Lesende profitieren sogar von 10 Prozent Rabatt. Hier geht’s zum Angebot.

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