Skoda ist ohne Fettpölsterchen unterwegs
Die tschechische Volkswagen-Tochter brilliert entgegen dem aktuellen Markttrend mit hervorragenden Zahlen – und CEO Klaus Zellmert ist zuversichtlich, dass dem so bleiben wird.

Skoda läuft es aktuell sehr gut. Während VW unter der Transformation leidet, liefert die tschechische Konzerntochter Topzahlen: 30,1 Milliarden Euro (+8,3 %) Rekordumsatz letztes Jahr, 2,5 Milliarden (+8,6 %) Betriebsgewinn, weltweit 1’043’900 Fahrzeuge ausgeliefert (+12,7 %), womit erstmals seit sechs Jahren wieder die Millionengrenze überschritten wurde. In Europa liegt Skoda auf Platz drei und bei den Elektroautos auf Platz vier. Und mit dem Kleinwagen Epiq und dem bis zu siebensitzigen Peaq legt Skoda 2026 sogar noch nach.

«Diese Zahlen machen uns extrem stolz», so Skoda-CEO Klaus Zellmer. «Und wir wollen gar nicht auf Platz eins, denn da steht ja Volkswagen», ergänzt er. «Es wird auch in Zukunft wichtig sein, dass wir unser Portfolio sauber steuern, uns so gut voneinander differenzieren und uns als VW-Familie das Leben untereinander nicht selbst schwer machen.» Glücklich ist der Skoda-Boss über den Absatz im Wachstumsmarkt Indien: «Hier könnten wir unsere Verkäufe verdoppeln. Zudem hilft es, dass wir nicht in Amerika präsent sind, uns schon aus Russland zurückgezogen haben und in China in der Phase-out-Phase sind. Diese Absatzrückgänge hat unsere Marke schon kompensiert», erläutert Zellmer.

«Wir arbeiten bei Skoda sehr hart und stringent – wie Sportler. Und trainieren jegliche Fettpölsterchen ab. Wir wollen nicht nur dieses Jahr, sondern auch in Zukunft gut und effizient unterwegs sein», erklärt Zellmer. «Hier hilft uns die Flexibilität in der Produktion, dank der wir sehr gut auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren können.» Darum habe man beispielsweise die Elektroversion des neuen Karoq, der 2028 auf der Kodiaq-Plattform kommt, problemlos nach hinten schieben und so auf die aktuelle Nachfrage reagieren können. Er ergänzt: «Wir bei Skoda bleiben bescheiden, aber hungrig und wollen bis 2030 zehn Prozent Rendite erzielen, darauf ist unser Fitnessprogramm ausgerichtet.» Zudem verliere man kaum Marktanteile an die chinesische Konkurrenz, «da helfen uns in Europa vor allem die engagierten Skoda-Händler, die einen guten Job machen», so Klaus Zellmer abschliessend.
