Getarnter Skoda Peaq: Da kommt Grosses auf uns zu

Bis zu sieben Sitze, mehr als 600 E-Kilometer – das ist eine Ansage: Skoda will mit dem Peaq ab Herbst Familien erreichen. Autosprint fuhr den 4,90-Meter-Riesen bereits.

Autosprint-Redaktor Jürg A. Stettler konnte das neue Skoda-Flaggschiff Peaq, zwar noch getarnt, bereits fahren. Fotos: Skoda

Die schmalen Strassen rund um den Comer See sind eigentlich nicht gemacht für grosse Fahrzeuge. An einigen Engstellen in den malerischen Dörfern gibt es extra Rotlichter zum Kreuzen. Und doch stellt Skoda genau hier das noch getarnte Flaggschiff Peaq vor. «Er ist supergross, aber auch superpraktisch – typisch Skoda eben. Wir haben ihn intern scherzhalber Space-BEV statt Peaq genannt», verrät Projektmanager Marek Jež.

Der bis zu siebensitzige Peaq ist mit 4,90 Meter nochmals 11 Zentimeter länger als Skodas mächtiger SUV Kodiaq und hat 17 Zentimeter mehr Radstand. Das schafft massig Platz im hübschen und hochwertigen Innenraum. Als Fünfplätzer hat er bis zu 1010 Liter Laderaum, als Siebenplätzer sind es noch beachtliche 299 Liter. Zudem hat der Stromer vorne einen 37-Liter-Frunk. Der ist ebenfalls durchdacht: Ersatzrad-Kit, Ladekabel und sogar die Kofferraumabdeckung können hier platzsparend untergebracht werden – ganz gemäss dem Skoda-Motto eben «simply clever».

Superbequeme Sitze und viel Platz
Der Tscheche hat noch weitere dieser markentypischen Features auf Lager, neben den altbekannten wie dem Schirm in der Tür: So verfügt der Peaq etwa über Relax- und Camping-Modus, Scheibenwischerblätter mit integrierten Spritzdüsen, Dual-Smartphone-Box mit kabelloser Ladefunktion, Display-Reiniger oder einen kleinen Klapptisch. Schliesslich soll man sich beim Laden in den ergonomischen Sitzen – auf Wunsch mit Beinstützen und Massage – so richtig wohlfühlen. Dabei geht es an der Schnellladesäule zügig: Die 91-kWh-Akkus sind in weniger als 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen. Die Einstiegsversion mit 63 kWh dürfte kaum den Weg in die Schweiz finden, dafür soll ab Herbst der Peaq 90 mit Heck- oder Allradantrieb, zwei Tonnen Anhängelast und mehr als 600 Kilometer Reichweite glänzen.

Clever und aufgeräumt: Der Frunk bietet sogar Platz für die Kofferraumabdeckung.

Dynamisch und doch komfortabel
Das macht Laune, genauso wie sein Fahrverhalten: Der Peaq ist trotz seiner Grösse äusserst agil und komfortabel. Die Allradvariante 90x sprintet in nur 6,7 Sekunden auf 100 km/h. Der Riese bietet ausserdem eine gute Übersicht, sodass man auf dem neu vertikalen 13,6-Zoll-Infotainment locker etwas herumspielen, Einstellungen wie regeneratives Bremsen oder Fahrmodi anpassen kann. Lobenswert: Für die wichtigsten Dinge wie Lautstärke und Klimaanlage gibt es noch Tasten. Spannend: Das riesige Panoramadach mit neun Glassegmenten, deren Lichtdurchlässigkeit sich variieren lässt.

Und ein erster Blick unter das Tarnkleid zeigt: Hier macht Skoda einen grossen Schritt nach vorne. Die glänzend schwarzen «Tech-Deck»-Elemente mit feinen vertikalen Lamellen und LED-Hintergrundbeleuchtung stehen dem mächtigen Stromer genauso gut wie die schmalen Voll-LED-Matrixscheinwerfer. So viel sei verraten: Die Designer haben ebenfalls clevere Lösungen auf Lager, um die Grösse der Karosserie zu kaschieren – doch mehr dazu sehen wir nach der Weltpremiere im Sommer.

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