Dacia Striker: Neuer Ansatz, neues Glück?
Mit dem Striker lanciert Dacia ab Anfang 2027 einen stylischen und innovativen Crossover, der nicht nur zwei, sondern drei Autowelten vereint. Autosprint konnte den Geländekombi mit 4x4 schon genauer unter die Lupe nehmen.

Mit seinen preiswerten SUV Duster und Bigster, aber auch dem kompakten Sandero ist Dacia in der Schweiz weiterhin auf Erfolgskurs. Nun wartet die Marke mit einem Crossover auf, der nicht zwei, sondern gleich drei verschiedene Aspekte eines Fahrzeugsegments vereint: dem Striker. Der 4,62 Meter lange, aber nur gerade 1,53 Meter hohe Geländekombi erinnert an die durch den SUV-Boom wieder vom Markt verdrängten Modelle mit Zusätzen wie «Allroad», «Alltrack» oder «Cross Country». Und der Striker könnte durchaus den Nerv der Zeit treffen: Er bietet 4×4 und bis zu 20 Zentimeter Bodenfreiheit wie ein SUV, sehr viel Laderaum (mindestens 600 Liter) wie ein Kombi sowie die Effizienz einer Limousine – und das zu einem Preis ab schätzungsweise 29’000 bis 30’000 Franken.

«Wir sind sehr zufrieden mit dem Resultat und der Kombination von Eleganz, Robustheit und Solidität», verrät Chefdesigner David Durand. «Wir haben zudem die beiden markentypischen schwarzen, horizontalen Bänder an Front und Heck gut in den Wagen integriert. Und natürlich die markanten T-förmigen LED-Leuchten.» Diese erinnern an die Lichter der ebenfalls neuen Skoda-Modelle Peaq und Epiq. Darauf angesprochen, meint Durand schmunzelnd: «Da hatten wir vor Jahren wohl beide eine gute Idee. Und mit Skoda verglichen zu werden, ist ja nicht schlecht.» Touché!

Bequeme 3D-Sitze
Auch im Innern weiss der Dacia zu gefallen. Das Striker-Cockpit bleibt übersichtlich und bedienerfreundlich, mit einem neuen Kombiinstrument für den Fahrer, bei dem, ähnlich einem Head-up-Display, die wichtigsten Infos nun nicht auf die Frontscheibe, sondern auf ein kleines Plexiglas hinterm Lenkrad projiziert werden. Ausserdem gibt’s einen zentralen 10,1-Zoll-Touchscreen für Navi- und Multimediafunktionen. Cool vor allem die Haptik: Klar gibt’s viel Hartplastik, aber an den Stellen, an denen man seinen Arm platziert, auch textile Oberflächen oder Softtouch-Materialien. Ebenfalls gelungen sind die bequemen 3D-Sitze, die im Schulterbereich zusätzlichen Seitenhalt bieten. «Der Striker sollte auch auf längeren Strecken für eine Familie bequem sein», ergänzt David Durand.

Clevere Ideen sind gefragt
Für die nötige Dynamik im Striker sollen effiziente Hybridantriebe sorgen. Zum einen ein Vierzylinder-Benziner mit 80 kW/109 PS in Kombination mit zwei E-Motoren: einem 36 kW/49 PS starken E-Antrieb und einem HV-Startergenerator. Diese Kombi kommt ohne Kupplung aus und verteilt die Antriebskräfte über ein automatisiertes elektrisches Getriebe mit vier Gängen für den Verbrenner und zwei für den E-Betrieb. Beim Allradler kommt an der Vorderachse ein 1,2-Liter-48-V-Mildhybrid-Motor mit 103 kW/140 PS und 230 Nm zum Einsatz sowie ein E-Motor an der Hinterachse mit 23 kW/31 PS und 87 Nm, gekoppelt an ein zweistufiges Automatikgetriebe, das vollständig abschaltbar ist. «In der Stadt sollte er bis zu 60 Prozent elektrisch fahren und so effizienter unterwegs sein», verrät Chefingenieur Sebastien Devillers. Bis 70 km/h gibt’s einen Lock-Mode für den 4×4, anwählbar über den Fahrmodi-Drehknopf im Cockpit.

Die grösste Herausforderung für Devillers bestand darin, die Aerodynamik zu verbessern, das Gewicht zu reduzieren und dabei nicht zu viel Bodenfreiheit zu verlieren. «Hat man einmal den Windschutzscheibenwinkel definiert, ist alles danach Ingenieursleistung», verrät er und zeigt stolz die bis ins Detail optimierten Seitenspiegel, die Luftabweiser vor den Rädern, den Heckspoiler mit dem recycelten Stahlelement oder die Dachreling mit einer Gummieinfassung. «Wir haben kein unbegrenztes Budget bei Dacia. Für mehr Effizienz, gute Aerodynamik und Akustik müssen wir clevere Ideen haben.» Macht Sinn. Und das Resultat – der neue Dacia Striker – kann sich sehen lassen.

