Amag: Mobilitäts- und Energiedienstleister zugleich
Die Amag Gruppe und ihre Automarken legten in einem schwierigen Marktumfeld 2025 weiter zu. Gleichzeitig treibt die Amag ihre eigene Transformation voran und baut ihren Energiebereich aus.

2025 war kein gutes Autojahr. Insgesamt wurden lediglich 233’737 Neuwagen immatrikuliert, das ist weiterhin klar weniger als in einem «normalen» Autojahr mit 300’000 und mehr Fahrzeugen. Dennoch bleiben die Amag und die von ihr importierten Marken auf Wachstumskurs. Modelle von Audi, Cupra, Seat, Skoda, VW und VW Nutzfahrzeuge haben 32,1 Prozent Marktanteil erreicht. VW konnte seine Führung nicht zuletzt dank des VW Tiguan als meistverkauftes Fahrzeug weiter ausbauen. Skoda belegte erstmals Platz 2 in der Zulassungsstatistik – auch bei den Elektroautos.
Fast jeder dritte Stromer von der Amag
«Sechs der zehn meistverkauften BEV-Modelle stammen von uns», ergänzt Helmut Ruhl, CEO der Amag Gruppe. Mit insgesamt 16’508 verkauften E-Autos stammt fast jeder dritte Stromer hierzulande von einer Amag-Marke. «2025 war ein hartes Jahr, aber auch ein gutes Jahr. Wenn wir die Hausaufgaben machen, dann sollte auch 2026 ein gutes Jahr werden.» Denn nicht nur bei den Neuwagenverkäufen ist die Amag auf Kurs, sie glänzte auch im Retail mit starker Marktpräsenz. «Und auf einem rückläufigen Leasingmarkt sind wir am Wachsen. Wir haben bald 200’000 Leasingverträge», ergänzt Ruhl. Im Sinne von «Leasing as a Service» übernahm die Amag die Abwicklung der Leasingprozesse für Porsche.

Trotz der Erfolge sieht der Amag-CEO einige Herausforderungen: «Von der Politik würden wir die Transformation unterstützende Rahmenbedingungen erwarten. Die beschlossenen und diskutierten Flexibilisierungen in der EU gehen in die richtige Richtung.» Sein Unternehmen werde weiterhin auf die Strategie der realitätsbezogenen Technologieoffenheit setzen. «Selbst wenn die Zukunft der E-Mobilität gehört, setzen wir gleichzeitig auch auf E-Fuels. Damit können Kundinnen und Kunden, die weiterhin Verbrenner fahren wollen, ebenfalls CO₂-arm unterwegs sein.»
80 zusätzliche Schnellladepunkte
Der Autoimporteur wird ausserdem vom Mobilitäts- immer mehr auch zu einem Energiedienstleister. Per Ende 2025 hatte die Amag insgesamt 64 Photovoltaikanlagen im Einsatz. Die mehr als acht Fussballfelder oder etwa 4680 Parkplätze grosse Solarpanelfläche liefert rund 12,2 Millionen kWh Strom pro Jahr. Die Amag nutzt diese Energie vor allem in den eigenen Betrieben, etwa für Geräte und Anlagen sowie zum Laden von E-Autos. Überschüssige Energie wird ins öffentliche Netz eingespeist.

Mit der Gesamtmenge an Strom könnte man mit 4060 Elektroautos (Verbrauch: 17 kWh/100 km) locker je 15’000 Kilometer fahren. Oder man könnte mit der gleichen Strommenge 4880 Schweizer Haushalte ein Jahr lang versorgen. Die Amag baut die Energieproduktion weiter aus und wird noch im ersten Quartal 2026 die PV-Gesamtfläche von 58’500 auf 75’000 Quadratmeter vergrössern. Nicht nur mit diesem Ausbau setzt sie ein starkes Zeichen für die E-Mobilität, sondern auch mit ihrem 28-Rappen-Tarif-Angebot. Denn mit einem von der Amag importierten Stromer von Audi, Cupra, Seat, Skoda, VW und VW Nutzfahrzeuge kann man an allen öffentlichen Ladestationen und in Parkhäusern der Amag sowie bei mitmachenden Partnern weiterhin für nur 28 Rp/kWh laden. Zudem baut die Amag bis Ende 2027 ihr Schnellladenetz aus und schafft zusätzliche 80 HPC-Schnellladepunkte an 20 Standorten in der ganzen Schweiz.


