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06. Juni 2011
WTCC Ungarn: Schweizer zeigten starke Leistung
Während der Chevrolet-Pilot Alain Menu noch das erste Rennen souverän dominierte, sicherte sich der Teamkollege Yvan Muller den zweiten Rennsieg am Wochenende in Budapest. Der WM-Führende Chevrolet Pilot Rob Huff platzierte sich in beiden Rennen unter den Top-Fünf. Fredy Barth konnte ebenfalls mit Punkten in die Schweiz zurückkehren.
Alain Menu sicherte sich im Hauptrennen einen lupenreinen Start-Zielsieg, nachdem er am Samstag souverän die Pole-Position einfuhr. Damit kann der Schweizer bereits seinen zweiten Saisonsieg verzeichnen. Der WM-Führende Robert Huff wurde im Chevrolet Vierter vor seinem Teamkollegen Yvan Muller, der das Feld der ersten Fünf komplettierte. Alain Menu: «Für mich ist alles sehr gut gelaufen.»
Das zweite Rennen am Sonntag hatte den Zuschauern dann Action pur zu bieten. Der Lokalmatador Norbert Michelisz auf BMW crashte in der ersten Kurve, der Regen setzte ein und sorgte für Chaos auf der Strecke. Der Sieger aus dem ersten Rennen Alain Menu wurde ebenfalls ein Opfer des Chaos und sah die Ziellinie im zweiten Rennen nicht.
Fredy Barth hat mit Platz acht und Platz zehn bei der Premiere des 1.6t Motors im «Seat Swiss Racing»-Boliden ebenfalls Punkte gesammelt. Im zweiten Lauf wäre ohne Motorprobleme sogar noch deutlich mehr für den Piloten aus Zürich gegangen.
Erstmals ausgestattet mit dem neuen 1,6-Liter-Turbomotor nach 2011er Reglement waren die Prognosen für das Rennwochenende am Hungaroring eher verhalten. Es galt nämlich im Team Seat Swiss Racing vor allem, das neue Aggregat zu testen und Daten für die kommenden Rennen zu sammeln. Nach den freien Trainings zeigte man sich mit den Fortschritten jedoch bereits zufrieden. Im Qualifikationstraining passte das Setup noch nicht optimal und so reichte es für Barth nur zum 15. Startplatz. Eine weitere arbeitsintensive Nacht für das Team stand an. Aber es hat sich gelohnt: Im ersten Lauf kämpfte sich Fredy Barth mit seinem SR Leon 1.6 stetig nach vorne und belegte letztendlich Platz acht. Das beste Saisonresultat war gleichbedeutend mit vier WM-Punkten und Rang drei in der Privatfahrerwertung. Das zweite Rennen hätte, ebenfalls von Platz 15 gestartet, sogar noch besser werden können, doch von den vier verfügbaren Zylindern verrichteten nur drei ihren Dienst ordnungsgemäss. So kämpfte Barth nicht nur mit der mittlerweile nassen Strecke, sondern auch mit starkem Leistungsverlust. Trotzdem reichte es erneut für eine knappe Top10-Platzierung und einen weiteren WM-Punkt.
Fredy Barth: «Ich bin mit dem ersten Renneinsatz des neuen Motors zufrieden.» Wir hatten vor allem mit abbauenden Reifen und damit Untersteuern in den langgezogenen Kurven zu kämpfen, in den mittelschnellen und schnellen Kurven fühlt sich das Auto aber sehr gut an. Auch im Nassen war die Performance gut. Schade, dass wir dieses Motorenproblem hatten. Aber das sind eben die Kinderkrankheiten eines neuen Motors.»
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