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31. Oktober 2011
Rallye International du Valais:
Reuche ist Gesamtsieger und Schweizer Meister
Laurent Reuche (Peugeot 207 S2000) sichert sich mit dem Gesamtsieg in der von vielen Ausfällen geprägten 52. Auflage der Rallye du Valais seinen ersten Schweizer Meistertitel. Der achtfache Sieger der Rallye du Valais, Olivier Burri, wird Zweiter.

Nach der ersten von drei Etappen über 17 Sonderprüfungen und eine Gesamtdistanz von 709 Kilometern, war der 36-jährige Laurent Reuche (Le Locle) Dritter. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Die 37 Kilometer lange Sonderprüfung «Les Colles» und die folgenden Prüfungen forderten ihren Tribut. Fast keiner der Spitzenpiloten kam ungeschoren über die Runden. Meisterschaftsleader Ivan Ballinari musste seinen Peugeot mit einem gerissenen Keilriemen abstellen und Nicolas Althaus (Peugeot 207 S2000) verlor bei einem Reifenwechsel über sechs Minuten.
Auch Laurent Reuche büsste auf der fünften Sonderprüfung fast drei Minuten auf die Spitze ein und sah sich zwischenzeitlich auf dem sechsten Rang. Danach spielte er seine grosse Schotter-Erfahrung aus, die er bei vielen erfolgreichen Einsätzen in Frankreich gewonnen hat. Auf den engen, zum Teil stark verdreckten und entsprechend anspruchsvollen Walliser-Prüfungen in den Regionen Martigny und Sion leistete sich Reuche keine Fehler. Nach der siebten Sonderprüfung lag der Neuenburger nach dem Ausfall des klar in Führung liegenden portugiesischen WM-Teilnehmers Bernardo Sousa (Peugeot 207 S2000, Aufhängungsdefekt) bereits wieder auf Rang 2. In der achten Sonderprüfung überholte Reuche den achtfachen Rallye du Valais-Rekordsieger Olivier Burri (Mitsubishi Evolution X) und übernahm die Spitze.
Einmal in Front, gab Laurent Reuche die Führung nicht mehr ab. Am dritten Rallyetag fuhr er die sieben letzten Prüfungen zwar ohne Risiko und taktierte von der Spitze aus. Im Ziel in Martigny konnte er sich als verdienter Valais-Sieger und Schweizermeister feiern lassen. Reuche konnte mit fünf Bestzeiten die meisten Sonderprüfungen für sich entscheiden und im Wallis seinen dritten Saisonsieg feiern. Im Ziel betrug sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Olivier Burri komfortable 2:04,6 Minuten. Der Dritte im Bunde beim Kampf um die Meisterkrone, Nicolas Althaus (Peugeot 207 S2000) erzielte nach seinem Reifenpech und Problemen mit dem Wagenheber in SP6, das ihn bis auf die 13 Position abtauchen liess, vier Sonderprüfungsbestzeiten. Im Ziel war er Fünfter. Der Aargauer Urs Hunziker (Subaru Impreza STI) musste sich nach einer guten Fahrt vom Tschechen Antonin Tlustak (Skoda Fabia S2000) in der letzten Sonderprüfung um 2,2 Sekunden vom dritten Podestrang verdrängen lassen und wurde Vierter. Ex-Skirennfahrer und Lokalmatador Philippe Roux (Peugeot 207 S2000) kam nach einer problemlosen Heimrallye hinter Antonio Galli (Citroen DS3 R3T) auf den siebten Gesamtrang.
Schlussklassement nach 17 Sonderprüfungen
1. Laurent Reuche/Jean Deriaz (CH), Peugeot 207 S2000, 3:09:04,2
2. Olivier Burri/Nicolas Klinger (CH/F), Mitsubishi Evolution X N4, 3:11:08,8
3. Antonin Tlustak/Jan Skaloud (CS), Skoda Fabia S2000, 3:12:48,4
4. Urs Hunziker/Mélanie Wahl (CH/D), Subaru Impreza WRX STI N4, 3:12:50,6
5. Nicolas Althaus/Mahiray Lugon (CH), Peugeot 207 S2000, 3:14:01,2
6. Antonio Galli/Marco Vozzo (CH/I), Citroen DS3 R3T, 3:18:32,2
7. Philippe Roux/Christian Bourgeois (CH), Peugeot 207 S2000, 3:19:35,4
8. Jonathan Hirschi/Stéphanie Chmelnitzki (CH), Renault Clio S1600, 3:20:07,6
9. Mike Coppens/Christophel Roux (CH), Citroen DS3 R3T, 3:20:36,6
10. Olivier Gillet/Frédéric Helfer, Renault Clio R3C, 3:22:43,4
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