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07. Juni 2011
24 Stunden von Le Mans: Marcel Fässler will den Sieg
Exakt 183 Tage nach der Weltpremiere in Ingolstadt wird es für den neuen Audi R18 TDI so richtig ernst: Wenn am 11. Juni um 15 Uhr die Startampel bei den legendären 24 Stunden von Le Mans auf Grün springt, geht es für Audi um die Chance auf den zehnten Sieg beim bedeutendsten Langstreckenrennen der Welt. Mit dabei ist der Schweizer Marcel Fässler, der Chancen aufs Treppchen hat.
Neunmal hat Audi die 24 Stunden von Le Mans in den vergangenen zwölf Jahren gegen teilweise stärkste Konkurrenz gewonnen und damit seine Rolle als Technologie-Führer unterstrichen. Immer wieder waren Erfolge der Marke mit den vier Ringen begleitet von technischen Innovationen.
2001 kombinierte Audi Turboaufladung mit Direkteinspritzung. Der TFSI, der den Audi R8 nahezu unschlagbar machte, spielt heute in der Serie beim Downsizing eine bedeutende Rolle. 2006 gelang Audi der erste Le-Mans-Erfolg eines Dieselfahrzeugs. Und beim Dreifachsieg im Vorjahr, bei dem der seit 39 Jahren bestehende Distanzrekord überboten wurde, kamen Turbolader mit variabler Turbinengeometrie (VTG) zum Einsatz.
Marcel Fässler bestreitet mit Le Mans, Nürburgring und Spa-Francorchamps in diesem Jahr drei 24-Stunden-Rennen für Audi. Der mehrfache Familienvater: «Le Mans wird in diesem Jahr wieder Klasse. Bei unserem letzten Test haben wir noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. Auch ich persönlich habe sehr viele Kilometer im R18 TDI abgespult. Ich glaube, in diesem Jahr wird es noch wichtiger, absolut fehlerfrei und schnell zu fahren. Im Vergleich zum Vorjahr ist für uns im Auto Nummer 2 im Endergebnis natürlich nur noch eine Steigerung denkbar. Da die Le-Mans-Woche sehr anstrengend ist, muss man mit seinen Kräften wirklich gut haushalten.»
Auch der Audi R18 TDI steckt voller technischer Innovationen – vom kompakten 3,7-Liter-V6-TDI mit Mono-VTG-Lader über die Voll-LED-Scheinwerfer bis zum ultra-Leichtbau, der in Le Mans 2011 auch visuell dargestellt wird: Die drei Fahrzeuge des Audi Sport Team Joest zeigen viel puristische Kohlefaser. Karbonfaser-verstärkter Kunststoff (CFK) gilt als wichtiges Material bei der bevorstehenden Elektrifizierung von Serienfahrzeugen. Bei Audi ist das extrem leichte und hochfeste Material im Motorsport schon seit den 80er-Jahren im Einsatz. Trotz reduzierter Motorleistung durch die 2011 vorgeschriebenen kleineren, hochaufgeladenen Motoren erreicht der Audi R18 TDI in Le Mans dank einer effizienten Aerodynamik fast dieselbe Höchstgeschwindigkeit wie das Vorgängermodell R15 TDI.
Die drei Einsatzfahrzeuge mit den Chassisnummern R18-104 (Timo Bernhard/Romain Dumas/Mike Rockenfeller), R18-106 (Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer) und R18-105 (Dindo Capello/Tom Kristensen/Allan McNish) wurden nach dem Rennen in Spa-Francorchamps bei Audi Sport in Ingolstadt komplett zerlegt und mit höchster Akribie neu aufgebaut. Schliesslich kann das kleinste Detail die Arbeit von Monaten zunichtemachen.
Inzwischen sind die drei Audi R18 TDI in Le Mans eingetroffen, wo sie am Montagnachmittag ab 16.20 Uhr bei der öffentlichen Technischen Abnahme im Stadtzentrum von Le Mans den Technischen Kommissaren vorgeführt werden. Audi ist als vorletztes Team an der Reihe, da ein Teil der Mannschaft direkt vom DTM-Rennen in Spielberg nach Le Mans kommt – darunter auch der Wahlschweizer Mike Rockenfeller, einer der drei Vorjahressieger.
Erstmals auf der Rennstrecke in Aktion sind die Fahrzeuge am Mittwochnachmittag ab 16 Uhr beim Freien Training. Am selben Abend steht das erste Qualifying auf dem Programm, endgültig steht die Startaufstellung erst am Donnerstag um Mitternacht fest. Der Start des Rennens erfolgt am Samstag um 15 Uhr.
Am Vortag wird Audi in Le Mans zudem einen besonders aufregenden neuen Strassen-Sportwagen präsentieren: Den R8 GT Spyder, der in vielen Details ultra-Leichtbau widerspiegelt.
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Überblick: Das sind die Schweizer Teams, die in Le Mans starten:
Nummer 2: Audi Sport Team Joest, R18 TDI, Marcel Fässler.
Nummer 5: Hope Racing Oreca 01 Swiss, Steve Zacchia.
Nummer 12: Rebellion Racing Lola B10 Toyota, Neel Jani.
Nummer 009: Aston Martin Racing Aston Martin, Harold Primat, AMR – One.
Nummer 40: Race Perfomance Oreca 03 – Judd, Michel Frey, Ralph Meichtry.
Nummer 65: Lotus Jetalliance Lotus Evora GTE, Jonathan Hirschi.
Nummer 50: Larbre Competition, Chevrolet, Gabriel Gardel, Corvette C6-R.





















