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21. Januar 2011
Fulda Challenge Tag 4: Evelyne und Renzo am Polarkreis
Der Schneeschuhlauf am Vortag gab schon mal einen Vorgeschmack auf die nächste Herausforderung der 11. Fulda Challenge, der härtesten Winterextremsport-Veranstaltung der Welt. Ein Halbmarathon am Polarkreis – eine Prüfung, die dem Schweizer Team, Evelyne Binsack und Renzo Blumenthal, wieder alles abverlangt.
Das zauberhafte Goldgräberstädtchen Dawson haben die Fulda Challenge-Athleten verlassen. René Knorr, der für AutoSprintCH täglich berichtet: «In Erinnerung bleibt die Gastfreundschaft und die 24 Feuerwehrleute, die dem Fulda-Team in einem monumentalen Grillwagen Steaks gebraten und das Dinner zubereitet haben. Notabene gestern bei Minus 44 Grad.»
Jetzt ist der Tross am Polarkreis angekommen. Dazwischen liegt die 425 Kilometer lange Fahrt auf dem Dampster Highway. Die zugefrorene Piste gehört zu den atemberaubendsten, aber auch gefährlichsten Strassen der Welt. 13'000 Soldaten haben die Schotterstrasse in nur sechs Monaten während des zweiten Weltkriegs gebaut. Keine Tankstelle, Temperaturen von mehr als minus 50 Grad und eisglatte Fahrbahn – das macht die Reise auf dieser Route so gefährlich. Ein Fahrfehler und der ungewollte Drift endet im Graben. Die Wahrscheinlichkeit, dann zu erfrieren ist hoch, denn viel Verkehr herrscht nicht. «Auf den über 400 Kilometern kommen unserem Tross gerade mal vier Autos entgegen», so René Knorr.
Garanten der Sicherheit auf dieser Eisbahn heissen Fulda und VW. Mit hohen Tempi wird gefahren, ohne dass Bange aufkommt. Wie ist das nur möglich? «Fulda baut hervorragende Reifen und der Touareg ist ein sehr sicheres Auto. Selbst bei so extremen Strassenbedingungen», so Rennveteran Hans-Joachim Stuck. «Lass das ESP ruhig arbeiten, wenn das Fahrzeug mal ausbrechen sollte. Der Touareg fängt sich von ganz alleine», lobt er die Qualitäten des Fahrzeugs.
Kaum am Artic Circle angekommen, steht für die Sportler ein Halbmarathon auf dem Programm. Aufgrund des Vetos des Ärzte-Teams wird die Streckenlänge wurde auf sechs Kilometer verkürzt. «Aufgrund des starken Windes drohen hier am Polarkreis akute Erfrierungen, wenn die Sportler länger als eine halbe Stunde der Kälte ausgesetzt sind», erklärt Dr. Martin Bergold. Zusätzlich verordnen die Mediziner den Athleten Gesichtsmasken, damit die Atemluft vorgewärmt wird.
Was sich nach einer lockeren Joggingrunde anhört, entwickelt sich für die Teilnehmer in der arktischen Wirklichkeit zu einer Qual. Der Schweiss gefriert auf der Stirn, von den Wimpern hängen Eiszapfen und der Frost lässt die sonst schwarzen Mützen der Athleten erbleichen.
Die Fulda Challenge ist definitiv nichts für Warmduscher. Dort gilt es bei arktischen Temperaturen Ausdauer, Kraft und Geschicklichkeit zu beweisen und an die persönlichen Grenzen zu gehen. Und dabei haben sich unsere Schweizer Evelyne Binsack und Renzo Blumenthal einmal mehr alles abgefordert. Herzliche Gratulation!
www.fulda-challenge.com





















