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06. Februar 2012
Formel 1: Der Sauber C31 startet zu ersten Tests
Alles klar für die kommende Formel 1-Saison, die am 18. März in Melbourne an den Start geht. Das Sauber F1 Team stellte sein neues Fahrzeug vor. Die Piloten Kamui Kobayashi (25) und Sergio Pérez (22) enthüllen den Sauber C31-Ferrari auf der Rennstrecke im spanischen Jerez de la Frontera, wo heute die offiziellen Testfahrten beginnen.

Das Sauber F1 Team nimmt seine 20. Saison mit unveränderter Fahrerbesetzung in Angriff. Mit Kamui Kobayashi, Sergio Pérez und Ersatzmann Esteban Gutiérrez im neuen Sauber C31-Ferrari will sich die Schweizer Mannschaft 2012 weiter steigern. Teamchef Peter Sauber: «Wir wollen die Saison so stark beginnen wie die vergangene und dieses Niveau dann über das ganze Jahr halten. Ziel ist, regelmässig Punkte zu sammeln, damit wir uns in der WM deutlich verbessern.»
2011 hatte für den traditionsreichen Rennstall stark begonnen, zur Saisonmitte war die Formkurve eingeknickt, nachdem das Team bei einer umstrittenen Technologie nicht mitgezogen war. Peter Sauber: «Der Sauber C31-Ferrari verfügt über zahlreiche und vielversprechende Neuerungen, in anderen Bereichen ist er eine konsequente Weiterentwicklung seines Vorgängers. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit unseren ebenso jungen wie talentierten Piloten. Kamui steht vor seiner dritten F1-Saison. Im vergangenen Jahr haben wir ihm bereits eine Führungsrolle im Team abverlangt, daran ist er weiter gereift. Sergio hat seine Rookie-Saison nun hinter sich und geht in sein zweites Jahr, was oft das schwierigste in einer Formel-1-Karriere ist. Beide Fahrer haben grosses Potenzial und werden dies in der Zusammenarbeit mit denselben Renningenieuren wie 2011 weiter entfalten.»
Für Ersatzfahrer Esteban Gutiérrez stehen in diesem Jahr die Rennen in der GP2-Serie im Vordergrund. «Parallel», sagt der zweite Mexikaner im Team, «freue ich mich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Sauber F1 Team. Ich lerne viel dabei, die Professionalität und Intensität der Teamarbeit derart integriert mitzuerleben und analysieren zu können. Das ist eine gute Vorbereitung für mich.»
Chefdesigner Matt Morris: «Der Sauber C31-Ferrari ist in jenen Bereichen revolutionär, wo wir frische Ideen einbringen konnten, was insbesondere den Heckbereich des Fahrzeugs betrifft. Evolutionär ist das Auto dort, wo wir wussten, dass wir auf den bestehenden Lösungen aufbauen konnten. Es galt, die Schwächen, die wir beim Vorgänger identifiziert hatten, auszumerzen und gleichzeitig dessen Stärken beizubehalten.»
Eine bekannte Grösse ist der Ferrari-Motor, an den das völlig neue Karbongetriebe angeflanscht ist, das ebenfalls von Ferrari stammt. Das längs eingebaute Aggregat ist besonders schlank und aufgeräumt. Der gesamte Heckbereich des Fahrzeugs ist ausnehmend kompakt gestaltet, was durch das Design des Getriebes unterstützt wird. Zudem haben die Ingenieure im Areal des hinteren Unterbodens neue Wege eingeschlagen. Die Position der Auspuff-Endrohre ist reglementiert, was einen erheblichen Einfluss auf die Gestaltung der Heckpartie hatte.
Matt Morris: «Wir wollen zu Beginn eine vergleichsweise einfache Version des C31 einsetzen, die bereits vor einiger Zeit definiert wurde. In den kommenden Wochen werden wir zahlreiche Entwicklungskomponenten erproben und dann vor dem ersten Rennen am 18. März in Australien ein umfangreiches Update lancieren. Deshalb wird das Auto in Melbourne bereits erheblich anders aussehen als die Roll-out-Version.»
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