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21. Februar 2012
Hyundai i30: Da schepperte noch immer nix!
Die in der Schweiz besonders erfolgreiche koreanische Marke Hyundai – 2011 Absatzsteigerung um 59,6 Prozent im Vergleich zu 2010 – lässt die zweite Generation des i30 ab März zu den Garagisten rollen. Der Wagen ist komfortabler geworden, die Ausstattung ist üppig – starke Konkurrenz für den VW Golf.

Die erste öffentliche Sitzprobe geriet zum Erfolg auf YouTube und auf der Auto Zürich Car Show. Ein dort mehr als 1,6 Millionen mal angeklicktes Video (siehe unten) zeigt, wie Volkswagen-Chef Martin Winterkorn bei seinem Rundgang über die Internationale Automobilausstellung Frankfurt im vergangenen Herbst im neuen Hyundai i30 Platz nimmt, fachkundig an der Lenkradverstellung fingert und seinen Designchef neben sich anrüffelt: «Da scheppert nix. BMW kann's nicht, wir können's nicht – warum können die's?» Da scheppert nix stand dann auch in grossen Buchstaben auf den Türen des i30 bei seinem ersten Auftritt in Zürich.
Da scheppert in der Tat nix. Auch nicht ein halbes Jahr später bei der ersten längeren Ausfahrt im i30 auf den teils ruppigen Strassen und Wegen rund um das südspanische Sevilla. Hyundai ist längst nicht mehr der koreanische Billigheimer, der seine mit viel Hartplastik ausgestatteten Kleinwagen nur über den Preis verkauft. Zwar kommt der i30 im Hinblick auf die Materialien im Innenraum noch nicht an den VW Golf heran – der Abstand ist aber mit rasantem Tempo erheblich geringer geworden. Stoffe, weiche Kunststoffe, angenehme Oberflächen und vor allem die Verarbeitung sind hochwertig. Je nach Ausstattungsvariante gibt es Applikationen im Alu-Look, mit Leder oder glänzendem Klavierlack. Das Modell wirkt bulliger als sein Vorgänger. In der Länge hat er knappe zwei Zentimeter auf nun 4,30 Meter zugelegt, und er ist mit 1,78 Metern auch einen halben Zentimeter breiter.
Für Annehmlichkeiten wie CD-Audioanlage, eine Klimaanlage oder einen Bordcomputer zahlt man anderswo Aufpreis – Hyundai liefert sie serienmässig mit. Doch nicht nur innen ist die Serienausstattung üppig. Schon in der Basisversion sind zum Beispiel elektrisch verstell- und beheizbare Aussenspiegel mit im Paket, ebenso ein Berganfahrassistent, Funk-Zentralverriegelung oder elektrische Fensterheber vorne. Die Extras sind jeweils zu Ausstattungspaketen gebündelt. Darin finden sich unter anderem Xenon-Scheinwerfer, Kurvenlicht, Einparkhilfe, Aussenspiegel mit Umfeldbeleuchtung, Regensensor, Panoramadach, Tempomat oder eine Klimaautomatik mit Zwei-Zonen-Regelung.
Den i30 gibt es ab 8. März 2012 in den Ausstattungsvarianten Comfort (1,4 und 1,6, CRDI, 100 und 128 PS), Style (1.6 GDI und 1.6 CRDI, 135 und 128 PS) sowie Premium (1.6 GDI und 1.6 CRDI). Die Kraft wird mit einem 6-Gang-Gertriebe (auf Wunsch beim Style und Premium als Automatik für 1600 Franken) auf die Strasse gebracht. Die Verbräuche liegen nach Angaben des Werks zwischen 3,7 Litern (Diesel) und 6,7 Litern (Benziner) auf 100 Kilometer Fahrstrecke. Die Preise beginnen bei 18'990 Franken, das komplett ausgestattete Modell Premium 1.6 CRDI ist ab 32'990 Franken zu haben. Hyundai Schweiz-Chef Diego Battiston: «Im Schnitt liegen wir 1500 Franken unter dem Vorgänger.»
Grosses Kino: VW-Chef Martin Winterkorn im i30





















